| Titel: | Dr. rer. nat. Diplom Informatiker |
| Name: | Vollmer |
| Vorname: | Jürgen |
| Ausbildung: | Studium der Informatik
mit Nebenfach
Soziologie
an der
Universität Karlsruhe. Abschluß: Diplom-Informatiker Thema der Diplomarbeit: Kommunizierende sequentielle Prozesse in Modula-2; Entwurf und Implementierung eines Transputer-Entwicklungssystems (siehe z.B. Die Programmiersprache Modula-P). Note: sehr gut. |
| Promotion in Informatik an der
Universität Karlsruhe,
Institut für
Programmstrukturen und Datenorganisation (IPD)
bei
Prof. Gerhard Goos.
Thema der Dissertation: Analyse und Transformation kontrollflußparalleler Programme. Note: gut. | |
| Nationalität: | deutsch |
| Jahrgang: | 1961 |
| Familienstand: | verheiratet, vier Kinder |
| Sprachen: | deutsch, englisch, etwas französisch |
| eMail: | <Juergen.Vollmer@informatik-vollmer.de> |
| WWW: | www.informatik-vollmer.de |
Design und Implementierung von Werkzeugen zur
von Programmen mittels Compilerbau-Technologie.
Hauptanwendungssprachen sind: COBOL, SQL, PL/1, C, C/C++, Java, etc.
Die freiberuflichen Projekte wurden in Zusammenarbeit mit der Firma CoCoLab durchgeführt, welche die Cocktail-Compilerbauwerkzeuge und Teile der Parser beisteuert.
Es handelt sich meist um Projekte mit deutschen Banken sowie deutschen und französischen Softwarehäusern im Zusammenhang der (halb)-automatischen Transformation von COBOL Programmen (vergleichbar mit dem Y2K-Problem) und Abbildung von Quellinformationen (für COBOL, Java, C, SQL, REXX, PL/1, usw.) in diverse Repositories.
Die Projekte wurden unter Linux entwickelt und dann auf verschiedensten Plattformen portiert, z.B. Microsoft/Windows, AIX, Solaris, IBM/MVS. Unter Linux wurden die "üblichen" Entwicklungswerkzeuge benutzt: emacs, gcc, gdb, make, perl, rcs und cvs. Unter Microsoft: cygwin und VisualStudio.
Entwicklung des Dokumentationswerkzeuges rexx2html, das annotierte HTML-Dateien aus REXX Quellen erzeugt. Die zusätzlichen Informationen basieren auf einer Kontrollfluß- und Callanalyse, die der CoCoLab REXX Parser auf den REXX Quellen durchführt.
Eine ADABAS Datenbank sollte um div. Felder erweitert werden. Also Folge davon mußten die Datenbankzugriffe in COBOL und Natural Programmen angepaßt werden. Vom Kunden wurden die Code-Transformationen (mehr oder weniger präzise) spezifiziert.
Implementierung einer vollautomatischen Code-Transformation von COBOL und Natural-Quellen, welche die neuen Zugriffe realisierten.
Das Projekt brachte nach Aussagen des Kunden eine Reduktion des Aufwands im Vergleich zur manuellen Durchführung der Transformation um den Faktor 1.000. Es wurden ca. 70.000 Editieroperationen (insert/replace/delete) für ca. 41.000 Transformationsregelanwendungen automatisch durchgeführt.
Kontrollflußanalyse für CICS
Ausgehend von dem DB2 bzw. dem neuen SQL Parser wurden diverse Metriken und Cross-Referenz-Information-Werkzeuge implementiert. Mit diesen Systemen wurden die vollständigen SQL-Quellen der beiden Banken analysiert.
Umstellung von Wertpapierkennummern von 6-Stellig numerisch auf 12-stellig alphanumerisch. Die EZB (europäische Zentralbank) forderte diese Umstellung. Die COBOL-Quellen der Bank sollten (halb)-automatisch so angepaßt werden, daß sie die neue WPKN verarbeiten konnten. Dabei war absolute Zuverlässigkeit bzgl. der Korrektheit der geänderten Codestücke gefordert. Ziel des Projektes war das Design und Implementierung eines Werkzeugs, welches die Umstellung anhand von vorgegebenen bzw. zu entwickelnden Regeln durchführt. Eine automatische Umstellung sollte nur dort erfolgen, wo dies zu 100% sicher war. Für Zweifelsfälle (d.h. wenn nicht genügend Informationen aus dem zu transformiereden Programm gewonnen werden konnte) sollte eine Transformation vorgeschlagen werden, die von COBOL-Programmieren verifiziert werden mußte.
Es wurde auch eine Erklärungskomponente (Perl+HTML) entwickelt, welche die "Gründe" für eine automatische Transformation darstellte. ("Gründe" bedeutet hierbei: welche COBOL-Variablen wurden wo und wie in der Quelle modifiziert, um sie als automatisch WPKN-relevant einzustufen und damit zu transformieren).
Zur Lösung wurden Techniken aus der Compiler-Optimierung von Programmen benutzt.
Das Projekt war äußert erfolgreich, denn die Bank war als eine wenigen deutschen Banken rechtzeitig zum von der EZB geforderten Termin mit der Umstellung fertig. Die Arbeitsersparnis (inkl. der Entwicklungszeit des Werkzeugs) des (halb)-automatischen Ansatzes im Vergleich zu geschätzter "Handarbeit" betrugen laut Angaben der Bank 600 Personentage was ca. 30% schneller bzw. billiger bedeutete.
Siehe auch: Erfahrungen mit der werkzeug-gestützten Änderung von COBOL-Systemen, Eingeladener Vortrag, gehalten auf der Fachtagung der "Special Interest Group of the Swiss Informaticians Society" (SI) Software-Engineering, SI-SE 2003. Thema der Tagung: "Software-Sanierung, Herausforderungen Ansätze Erfahrungen", Universität Zürich-Irchel 13./14. März 2003.
Das Softwarehaus entwickelte ein System zur "Redokumentation" von COBOL, PL/1, Java, C/C++, SQL Programmen.
REPTIL ist ein Repository für Programme zur Darstellung von programmübergreifenden Informationen (Benutzte Dateien, Datenbanken, Quellcode, usw).
Design und Implementierung eines Codegenerator (mit Zielsprache C) und Interpreter für Sprache die TCD+ (eine PASCAL-Variante, angereichert um Datenbankzugriffe, welche vom Kunden definiert wurde).
Erweiterung eines bestehenden FORTRAN-Frontends: Aufbau des abstrakten Syntaxbaumes.
COMPARE (Entwicklung von Übersetzern und Übersetzerbauwerkzeugen für parallele Architekturen) und PREPARE (High-Performance Fortran Compiler)
Entwurf und Implementierung eines Caches für eine netzwerkbasierte Systemdatenbank.
Entwurf und Implementierung einer Komponente zur Handhabung unsicherens Wissens für ein geologisches Expertensystem.
Entwicklung eines Druckertreibers für die ersten Laserdrucker.